Gemeinsam geschafft: Herausforderung 80.000 Schritte

Aufbruch zu 80.000 Schritten

Am letzten Samstag im Mai haben wir es wieder getan: Wir sind gemeinsam an unsere Grenzen gegangen. Ehemalige Patient*innen, Geschwister, Eltern, Vereinsfreund*innen und Mitarbeiter*innen haben sich zusammengetan mit dem Ziel, gemeinsam an einem Tag von Zinnwald nach Dresden zu laufen.

Bereits zum dritten Mal hat der Sonnenstrahl e. V. selbst so eine lange Wandertour organisiert. Die erste Strecke führte von Königstein nach Dresden, beim zweiten Mal gingen wir den Westlausitzrundweg.

16 Teilnehmende hatten sich die komplette Strecke vorgenommen – und alle haben sie geschafft.

Gemeinschaft von Beginn an

Schon am Freitagabend reisten wir zum Lugsteinhof in Zinnwald an. Beim gemeinsamen Abendessen entstand sofort ein gutes Gefühl von Gemeinschaft. Am Samstagmorgen um 5 Uhr fiel dann der Startschuss. Wir starteten gleich mit einem Umweg, denn den Lugstein wollten wir nicht einfach links liegen lassen. Auch der Kahleberg war schnell erklommen und die ersten Müsliriegel wurden verzehrt. Über Wald- und Wanderwege sammelten wir zügig Kilometer, während der Tag um uns herum erwachte.

In Bärenfels wurden wir bereits erwartet: Eine Sonnenstrahl-Familie empfing uns herzlich und versorgte uns mit Kaffee, Tee und Snacks. Kurze Pause und Zeit für einen kleinen Spaß: alle Müsliriegel wurden aus den Rucksäcken geholt und auf der Wiese zu einer Sonne gelegt. Bei diesem Vorrat musste niemand Angst haben zu verhungern.

Auch organisatorisch wurden wir bestens begleitet: Der Vereinsvorsitzende Andreas Führlich ließ es sich nicht nehmen, persönlich das Begleitfahrzeug zu fahren und die Gruppe zu unterstützen.

Weiter ging es bergauf und bergab – ein Weg voller Höhen und Tiefen, sowohl geografisch als auch mental. Unser Tempo blieb zügig, und gegen Mittag erreichten wir Dippoldiswalde. Dort wuchs die Gruppe: Zehn weitere Wandernde begleiteten uns auf der „Kurzstrecke“ von 28 Kilometern bis ins Ziel.

Kühler Zwischenstop in Malter

Mittlerweile schien die Sonne warm auf unsere Köpfe. Fröhlich plaudernd liefen wir weiter bis zur Talsperre Malter. Einige nutzten die Gelegenheit für eine erfrischende Abkühlung im Wasser. Für die gesamte Gruppe gab es einen Stopp im Eiscafé Pinguin – allerdings nur kurz, damit die Muskeln nicht zu müde wurden.

Die Strecke wurde nun spürbar anstrengender. Die Schritte wurde schwerer, und die ersten Blasen mussten versorgt werden. Schritt für Schritt ging es weiter: vorbei am Einsiedlerstein und überraschend steil hinauf zum Lerchenberg. Besonders der Abschnitt bis Bannewitz zog sich. Dennoch blieb die Gruppe blieb fröhlich – die Gemeinschaft half, über schmerzende Waden und erste Erschöpfungserscheinungen hinwegzukommen.

In Bannewitz wurden wir erneut herzlich von einer Sonnenstrahl-Familie empfangen. Im Garten konnten wir uns bei Obst, Kaffee und Kuchen stärken und die wohlverdiente Pause genießen. Doch zu lang durften wir nicht verweilen, denn die letzte Etappe wartete bereits.

Die letzten Kilometer nach Dresden

Weiter ging es durch den Nöthnitzgrund und durch Mockritz. Die letzten Kilometer auf dem Straßenpflaster durch die Stadt waren die anstrengendsten. Aufgeben war zu diesem Zeitpunkt für niemanden mehr eine Option. Trotz Erschöpfung blieb die Stimmung gut: gemeinsam wollten wir das schaffen.
Kurz vor 20 Uhr erreichten wir unser neues HAUS SONNENSTRAHL, schossen ein Zielfoto und schafften die letzten Meter zur VILLA SONNENSTRAHL. Dort wurden wir von jubelnden Hausbewohnern freudig in Empfang genommen.

Erschöpft und unglaublich stolz blicken wir auf dieses Erlebnis zurück. Wir waren gemeinsam stark, haben uns gegenseitig ermutigt und viele schöne Gespräche geführt.

Ein herzliches Dankeschön allen, die uns unterstützt haben, diese einzigartige Tour zu schaffen!